Clavichord
Das Clavichord zählt zu den ältesten Tasteninstrumenten und hat sich aus dem Monochord entwickelt. Durch seine einfache Mechanik, bei der eine Saite an vorbestimmter Stelle durch eine hinten auf der Taste stehende Metalltangente angeschlagen wird, ist sein Klang zwar nicht laut, jedoch hochexpressiv. In der sog. gebundenen Version, bei der sich zwei oder drei Tasten eine Saite teilen, wird ein ordentliches Fortgehen der Finger geradezu erzwungen: Der Übeeffekt für sauberes und durchsichtiges Spiel ist unverkennbar. Der musikalische Gewinn durch die im Vergleich zum Cembalo hohe dynamische Ausdrucksfähigkeit ist enorm.
Das Spiel auf dem Clavichord diszipliniert und verfeinert die Artikulation. Durch seine Ausdrucksfähigkeit wird das musikalische Verständnis um eine Dimension erweitert.
Clavichord nach Hubert 1784
Umfang C - f''', zweichörig, gebunden mit ausgebauter großer Oktave, Länge: 1,30m
Reiseclavichord
anonym, Deutschland um 1750,
Umfang C/E - e''', zweichörig, gebunden, kurze Oktave, Länge: 1,10m